Sektion Schießen
Goldmedaille bei der ÖM Ordonnanzgewehr

Bei sonnigem Herbstwetter veranstaltete der Sportschützen-Landesverband Wien vom 20. – 22. Oktober 2016 auf dem Landeshauptschießstand beim Wiener Heeressportverein die Österreichische Meisterschaft Ordonnanzgewehr.

Mit Ausnahme Tirols waren 104 Schützen aus dem gesamten Bundesgebiet am Start. Bei 155 Einzelstarts wurde ein neuer Rekord auf der 100 Meter HSV Schießanlage gestellt. Teilnahmeberechtigt waren alle Schützen über 18 Jahren mit österreichischer Staatsbürgerschaft, die Mitglied in einem Schutzenverein sind, der dem österreichischen Schutzenbund angeschlossen ist, und die über einen gultigen Schutzenpass verfügen.

Alle verwendeten Waffen – ausschließlich Ordonnanzgewehre mit offenem Visier bis Konstruktionsjahr 1945 – wurden vor dem Start einer Waffenkontrolle unterzogen. 20 Wertungschüsse galt es pro Bewerb zu absolvieren, aufgeteilt auf zwei Durchgänge mit jeweils zehn Schuss Wertung und max. 5 Schuss Probe, um eine Überhitzung des Gewehrlaufs zu verhindern. Pro Durchgang hatten die Schützen 15 Minuten Zeit.

Die tatkräftige Unterstützung durch Mitglieder des HSV Wien und der Landessportleiter aus Niederösterreiche, Kärnten und Salzburg ermöglichte den reibungslosen Ablauf der Durchgänge und Bewerbe. So konnte der knapp kalkulierte Zeitplan nicht nur eingehalten, sondern sogar noch unterschritten werden: Zehn vor eins fiel am Samstag, dem letzten der drei Bewerbstage, der letzte Wettkampfschuss.

Medaillen in der Einzel- wie in der Mannschaftswertung wurden in den Bewerben Allgemeine Klasse Liegend, Allgemeine Klasse Sitzend, Senioren Liegend und Senioren Sitzend vergeben. Erfreulicherweise kam mit vier Teilnehmerinnen im Sitzend-Bewerb auch eine eigene Damenwertung zustande. Als stärkster Bewerb erwies sich der Sitzend-Bewerb in der Allgemeinen Klasse mit 55 Startern.

5 Mal Edelmetall für Wien

Für den Wiener Landesverband war es ein erfolgreiches Wochenende: Sportleiter Martin Rojdl konnte im Liegend seinen Titel aus dem Jahr 2015 zwar nicht verteidigen, erreichte mit 181 Ringen (und nur einem Ring Rückstand auf Gerhard Krenek, S) aber den 2. Platz. Dafür gab es im Sitzend-Bewerb die Goldmedaille für Rojdl – mit 196 Ringen und damit nur einem Ring Vorsprung auf Helmut Kofler und Manfred Bauer (beide NÖ, beide 195 Ringe). Eine dritte Einzelmedaille gab es bei den Damen: Johanna Schöfmann erreichte mit 158 Ringen Bronze.

In der Mannschaftswertung Allgemein Liegend erreichte die Mannschaft Wien 1 (Thomas Linner, Alexander Ferchenbauer, Martin Rojdl) Gold mit 523 Ringen und nur einem Ring Vorsprung auf die zweitplatzierte Mannschaft NÖ 1. Dritte wurden Salzburg 1 punktegleich mit Kärnten 1 - beide 511 Ringe. In der Mannschaftswertung Allgemein Sitzend erreichte Wien 1 (Alexander Ferchenbauer, Martin Rojdl, Leo Schöfmann) mit 581 Ringen ebenfalls Gold, gefolgt von den zwei niederösterreichischen Mannschaften mit 575 bzw. 574 Ringen.

Erfolgreichstes Bundesland dieser ÖM war Niederösterreich mit elf Medaillen, gefolgt von Salzburg (7 Medaillen) und Wien (5 Medaillen). Drei Medaillen gingen an Kärnten, zwei an Oberösterreich. Für das Burgenland, Vorarlberg und die Steiermark – die beiden Letztgenannten hatten jeweils nur einen Teilnehmer entsandt – ging sich kein Podestplatz aus.

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